Golfreisen: Lissabon

Hafen des Odysseus

Die Schöne am Tejo

Lissabon

Barrio Alto, LissabonBarrio Alto, LissabonLissabon wird immer beliebter; tagtäglich. Ob sich ihr Name etymologisch vom gotischen Olissipona bzw. vom römischen Olisibona herleitet und damit auf den Helden der Ilias, Odysseus, zurückgeht, wie Plinius der Ältere in seiner götter-beseelten Phantasie hinterließ, ist nicht sicher.

Auch nicht ganz sicher ist die hinreißende Liebesgeschichte zwischen Ferdinand I. und der portugiesischen Adligen, Leonore Teles de Menezes, deren Liebe vergeblich wie die veronesische Tragödie von Romeo und Julia oder politisch unopportun wie die von König Georg VI. und  seiner unstatthaften, bürgerlichen Amerikanerin Elizabeth Bowes-Lyon, war.

Diese Liebe  hat damals Geschichte geschrieben, lebt aber bis heute in vielen Herzen der Portugiesen fort wie überhaupt jedes tragische Schicksal von Liebenden hier in dieser Stadt seine natürliche Heimat zu haben scheint und deren Intonation natürlich der Fado ist.

Der Fado ist die Musik der unglücklichen Liebe, des Unglücks in der Welt und des unglücklichen in-der-Welt-seins und das ist vor allem saudade.

Und natürlich von Verlust weiß der Fado viel und dazu gibt es in Portugal und ganz besonders hier in Lissabon viel zu erzählen.
Die Stadt, die wie Rom auf sieben Hügeln liegt, wurde in ihrer Geschichte gleich mehrfach vom Schicksal heimgesucht, von Erdbeben, Feuersbrünsten und Epidemien.

Lissabon war um 1500 eine der glanzvollsten Handels- und Hafenstädte der damaligen Zeit und erlebte durch Schicksalsschläge ihren Abstieg zu größter Armut.

Portugal - LissabonSie war Zentrum eines Weltreiches, Motor von Entdeckungen und sah sich von fremden Mächten besetzt und in Bedeutungslosigkeit. Aufstieg und Verfall wechselten mehr als einmal in ihrer bewegten Geschichte, die verlief wie ihre Koggen und Karavellen damals segelten im Auf-und-Ab der von stürmischen Winden getriebenen See.

Lissabon war eine Gründung der Phönizier, die ab 1.000 v.Chr. hier ihre Stürtzpunkte unterhielten, auch Karthager ankerten hier am lustigen Meerbusen (lis Ubbo), bevor Julius Caesar auf ihrem Boden die überlebenden, römischen Kriegsveteranen siedeln ließ und sich die von ihm so sinnig genannte Colonia Felicitas Iulia zu einer beachtlichen Siedlung im mittlerweile römischen Lusitanien (heute etwa die Mitte von Portugal) entwickelte und 49 v. Chr. sogar römisches Stadtrecht erhielt.

Portugal - Lissabon

Anfang des 8. Jhd. kamen dann die Mauren und nahmen sich, was die iberische Halbinsel ihnen bot und etwa vierhundert Jahre später wechselte Lissabon im Zuge des 2. Kreuzzuges Besitzer und Glauben. 1256, unter König Afonso III., wurde die Stadt Hauptstadt des Königreichs Portugal und erlebte bis zum großen Erdbeben von 1755 einen blühenden Aufstieg als Handelsmetropole einer einzigartigen, mutigen und stolzen Seefahrernation.

Odysseus und SirenenOdysseus-PolyphemWie Odysseus und die Argonauten durchkreuzten ihre Koggen die Weltmeere und wie der Held der griechischen Mytologie nie wissend, wohin sie segelten, lag die Bestimmung des Breitengrades noch in weiter Ferne.

Die Liste der portugiesischen Seefahrer ist lang wie auch ihre Entdeckungen weltweit. Heinrich der Seefahrer, der selbst nie eine Entdeckungsreise unternommen hat, darf als Begründfer der portugiesischen See- und Kolonialmacht notiert werden. Mit seinem Namen und seinem Einsatz als Förderer und Initiator verbinden sich in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts die abendteuerlichen Seefahrten entlang der westafrikanischen Küste und gleichzeitig der Beginn der europäischen Expansion in den afrikanischen Kontinent.

Denkmal, LissabonDenkmal, LissabonMit dem alles überstrahlenden Namen Vasco da Gama verbindet sich die erste Fahrt um’s Kap der Guten Hoffnung, das seinen Namen aber erst etwas später von einem anderen berühmten portugiesischen Seefahrer, Bartolomeu Dias, erhalten hat, und die Entdeckung Indiens. Dias stach in einem streng geheimen Auftrag seines Königs Johann II. von Portugal im August 1487 mit drei Karavellen in See, um die Südspitze Afrikas zu erkunden. Stürmische Nordwinde trieben ihn weit über das Kap hinaus Richtung Osten in die Kälte, bis er Nordwestkurs setzen ließ und in der Gegend des heutigen Mosselbaai der nordöstlich verlaufenden Küstenlinie weiter folgen wollte.

Am 12. März 1488 wusste er, dass ihm die Umrundung Afrikas gelungen und der Seeweg nach Indien nun frei war, nur seine ausgemergelte und an Skorbut stark leidende Mannschaft zwang ihn zur Umkehr. Auf dem leidvollen, entbehrungsreichen Rückweg sichtete er das Kap der Guten Hoffnung, das er wegen der dort tosenden Winde, die seiner Mannschaft das letzte an Kraft abverlangten, Cabo Tormentoso, Sturmkap, nannte.

Bartolomeu_DiasUnter Seglern heißt es heute noch das Sturmkap, was die Sache auch nach wie vor trifft. Den Namen Kap der guten Hoffnung erhielt es von König Johann, der damit die Hoffnung verband, auf einer nächsten Expedition die gesamte Route nach Indien finden und für Portugal durch weitere Wappenpfeiler, von denen Dias schon einige hatte errichten lassen, beherrschbar machen zu können.

In der Tafelbucht, der großen Hafenbucht des heutigen Kapstadt, errichtete Dias am 1. Mai 1488 seinen letzten Wappenpfeiler auf dieser Reise. In der südlichen Walfischbucht traf Bartolomeu Dias sein Versorgungsschiff wieder, das er auf dem Hinweg dort stationiert hatte, auf dem aber nur noch vier Seeleute am Leben waren.
Nach kurzen Aufenthalten an der angolanischen Küste und der Insel Príncipe im Golf von Guinea zur Frischwasseraufnahme lief er, nach mehr als 16 Monaten und mehr einem Geisterschiff gleichend, Ende Dezember 1488 unter großem Jubel wieder in Lissabon ein.

Dias ging noch einmal auf große Fahrt unter einem anderen berühmten portugiesischen Seefahr, dem Kapitän Pedro Álvares Cabral. Er führte eine gigantische Expedition an, bestehend aus 13 Schiffen; mit über 1.000, manche sagen 1.500 Seeleuten, verließen sie am 09. März 1500 n. Chr. den Hafen von Lissabon. Mit an Bord waren auch sein Bruder Diogo Dias und Nicolao Coelho, auch ein berühmter Seefahrer, der schon an der ersten portugiesischen Expedition nach Indien unter Vasco da Gama teilgenommen hatte.

Sie segelten nicht lange, als sie das erste Schiff vor den Kapverdischen Inseln im Sturm verloren. Cabral war ein erfahrener Kapitän, kannte bestens aus eigener Erfahrung und von Berichten die schwierigen Windverhältnisse und tückischen Strömungen vor der westafrikanischen Küste. Er wußte von den Passatwinden, legte an den Kapverden Westkurs an und vertraute seine Flotte den stetigen Winden des Nordostpassats an. Mit seiner Kraft und der des Äquatorialstroms des Atlantiks segelten sie zügig gen Westen und landeten schließlich nördlich der heutigen Stadt Porto Seguro im Bundesstaat Bahia. Die Entdeckung Brasiliens war damit Geschichte. Cabral nahm das Land, von dem er meinte, es sei eine Insel, für die portugiesische Krone in Besitz und nannte es Ilha da Vera Cruz -„Insel des Wahren Kreuzes“,

Portugal - Lissabon

Portugal - Lissabon
Atlantischer DreieckshandelNicht viele Jahre später wurde aus dem Wissen um die Ströme und Winde des Atlantiks der sogenannte Atlantische Dreieckshandel.

Nicht nur Portugiesen, auch andere europäische Seegelschiffe nutzten dieses Wissen zum grausamen Handel mit Menschen und Baumwolle. Sie segelten zunächst an der afrikanischen Westküste nach Süden, nahmen massenhaft Sklaven auf, bis sie Körper an Körper im Schiffsbauch verbracht waren, ließen sich vom Nordost-Passat erfassen, mit dessen Hilfe ihre zügige Fahrt nach Westen möglich war.

Man schlug die Sklaven um, nahm Baumwolle auf und nutzte die nordgehende Meeresströmung, um aus dem Golf von Mexiko nach Norden zu kommen, von wo die Westwinde der Nordhalbkugel und der Golfstrom gemeinsam sie wieder nach Europa zurückbrachten.

Auf dieser Route fuhren die Schiffe im saisonalen Wechsel der Passatwinde fast im Linienverkehr, bis Piraten davon Wind in die Nase bekamen und einige auf ihrer Rückfahrt, besonders, wenn sie Gold geladen hatten, zur Verbesserung des eigenen Wohlstands aufbrachten.

Portugal - Lissabon


Golfclub Porto Santo, PortugalDer Golfsport hat in Portugal eine lange Tradition und die Region um Lissabon ist sicherlich ebenso attraktiv wie die Algarve, wo man den Sport schon seit langem pflegt.

Hier an der Mündung des majestetischen Tejo finden Sie zwar nicht diese spektakuläre Felsenküste wie unten im Süden des Landes. Dafür aber entlohnt Lissabon Ihre Entscheidung für eine Golfreise in die Mitte Portugals mit seinem bestechenden Flair einer historischen Großstadt und Haupstadt einer Nation von Seefahren und Entdeckern von Weltruhm.

Und, wenn Sie ein wenig mehr Zeit haben sollten, dann entdecken Sie doch mal selbst die Atlantikküste hier um Lissabon oder das beeindruckende Umland mit seinen tausend Sehenswürdigkeiten. Viele Informationen dazu finden Sie in unserem Beitrag: Reisen und Golfen Portugal in der Sidebar rechts.

Auf Lissabon gehen wir näher ein in dem Beitrag: In die Stadtteile Lissabons, den Sie bitte in der Sidebar rechts ansteuern.


Clubs, Playing, Reise: Erläuterungen zur Tabelle.

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Clubs

Postleitzahl Ort GolfclubPlaying Reise
1600-038 Lisboa Clube de Golfe Paço do Lumiar
2040-481 Rio Maior Golden Eagle Residence & Golf Resort
2130-127 Santo Estêvao/Benavente Santo Estêvao Golfe
2135-194 Samora Correira Ribagolfe I & II
2510-451 Obidos Golf & Country Club Praia d’El Rey
2510-663 Vau - Óbidos Golfe do Bom Sucesso
2510-665 Vau, Óbidos Royal Óbidos Golf Course
2510-665 VAU - Óbidos West Cliffs Golf Course Portugal
2520 Peniche Botado Golf
2560 Torres Vedras Vimeiro Golf Club
2565-770 Turcifal CampoReal
2605-193 Belas Belas Clube de Campo
2605-213 Belas / Lisboa Lisbon Sports Club
2710-692 Sintra-Lisboa Pestana Beloura Golf Resort
2714-511 Sintra-Linhó Penha Longa Golf Club
2750-004 Cascais Oitavos Dunes
2750-005 Cascais Club de Golf Quinta da Marinha
2765-273 Estoril Estoril Palácio Golf Course
2820-567 Charneca de Caparica Clube de Campo da Aroeira I & II
2830 Quinta do Conde Quinta do Peru Golf & Country Club
2902 Setúbal Codex Tróia Golf
2950-051 Palmela Montado Hotel & Golf Resort
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