Peter Lindenberg - Seite 2

Verortungen. Aber die Brunnenkresse für Ihren Salat bringen Sie bitte selber mit.

Bleibt alles gleich? Oder wird etwas?

Lindenberg. GrasgewitterMitten in der negierenden Serialität, wo alles scheinbar gleich ist, stellt sich aber die Frage nach dem Werden. Logischerweise sieht man einige seiner riesigen, meterhohen Plastiken denn auch vor Industrieanlagen, die, witzigerweise, heute auch schon eigene Kommentare über sich selbst, über die eigene Geschichte abgeben, wie etwa die Zeche Zollverein, die aus einer der größten Zechenanlagen Europas heute die Entwicklung zu einem Kultur- und Event-Zentrum des Ruhrgebiets angetreten hat; was für ein Werden, für eine Wandlung, was für eine Würdigung.

Lindenberg spielt mit den Dialogen der Geschichte und führt z.B. Industriegeschichte und Kunstgeschichte in eine herrlich leichte und doch gleichzeit tiefgreifende Gesprächsrunde, wobei der ein oder andere Teilnehmer auch seiner traurigen, fragwürdigen, manchmal fast lächerlichen aktuellen Position entlarvt wird.

Lindenberg fragt: Was ist aus der Landschaftmalerei geworden? Und gleichzeitig: Was ist aus der Zeche, aus einer Industrieanlage geworden? Bei den Antworten, den künstlerischen Statements, die er gibt, kommt die Malerei eindeutig besser weg, als die zu Event-Locations denaturierten Industriedenkmäler.

Skulpturale Bilder

Lindenberg-Wandobjekt-2Lindenberg-Wandobjekt Lindenbergs Wandarbeiten nehmen die Auseinandersetzungen von genuinen Positionen von Malerei und Skulptur von einer anderen Seite her auf. „Welle“ heißt z.B. eins seiner Werke, das das Thema in einer Art modernen ready made bearbeitet.

Die Darstellung von sich dynamisch bewegendem, fließendem Wasser bewerkt Lindenberg durch starres Material wie kantiges Holz. Diese gänzlich entgegengesetzte Form des Materials zu seinem dargestellten Inhalt, dem Wasser, scheint ihm reine Freude zu bereiten, gelingt sie doch mühelos und findet in einer Reihe von ähnlichen Arbeiten wieder ihre Fortsetzungen und Pointierungen.

Zwei Farben, „grau“ und „blau“ hinzu und schon enstehen Höhen und Tiefen wie bei starken, sich überschlagenden Wellen. Minimale Änderungen der Form reichen aus, um dem Inhalt eine neue Dimension zu geben. Aus Welle wird Woge.

Bitte lesen Sie weiter auf Seite 3: MalerBildhauerMalerBildhauerMalerBildhauer …

Über Rieder

Oberbayer

Zeige alle Beiträge von Rieder

Ihr Kommentar

Ihre eMail Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.