Golfreisen: Zypern

Die Götter laden zum Konvent

ZypernZypernZypern Zypern, die kleine Insel im Südosten der Ägäis ist eine Begegnungsstätte alter Kulturen, aus denen später Europa entstehen sollte. Die erste ständige Besiedlung Zyperns erfolgte in der Jungsteinzeit. In Aetokremnos wurden zwar epipaläolithische Befunde ausgegraben, eine länger andauernde Besiedlung ist jedoch nicht belegt. Die neolithische Besiedlung erfolgte im 9. Jahrtausend v. Chr. von Syrien aus. Das bekannteste Dorf der Jungsteinzeit ist Khirokitia bei Kalavasos, weitere Fundorte aus dem präkeramischen Neolithikum sind Ais Yiorkis, Kastros, Lapta, Petra tou Limniti, Shillourokambos und Tenta.

Aus allen Richtungen kamen sie auf die Insel, die Hethiter im 2. Jahrtausend v. Chr. im Auftrag ihrer Herrscher in der Hauptstadt Ḫattuša, unmittelbar beim heutigen Dorf Boğazkale gelegen, die aber auch in Syrien und Kanaan siedelten.

Sie kamen aus Ugarit (heute: Ra’s Schamra), ein seit etwa 2400 v. Chr. keilschriftlich bezeugter Stadtstaat im Nordwesten des heutigen Syrien und während der Bronzezeit ein wichtiges Handels- und bedeutendes Kulturzentrum.
Die Hethiter wie das Königreich Ugarit, denen Zypern als Alašija bekann war, trieben Handel und vor allem Kupfer war begehrt, womit Zypern das gesamte östliche Mittelmehr seit der Bronzezeit belieferte.

So entstanden in der ausgehenden Bronzezeit auf Zypern Handelsstädte wie Enkomi, die in engem Kontakt mit der Levante standen und die Ägäis besegelten. Zypern war zudem ideal für den Seehandel gelegen, nicht weit von den Küsten Syriens und Kleinasiens entfernt und dazu noch mit dem günstigeren Klima der Ost-Ägäis, welches den Seeleuten ruhigere See und stetigere Winde bescherten.

Hier also auf Zypern begegneten sich die vor-antiken Hochkulturen der Assyrer bzw. der Perser, die weit ins Zweistromland hineinreichte, der Ägypter und der Hethiter, die Kleinasien und weite Teile der heutigen Türkei umfassten. Mit der Zeit übernahm das alte Königreich Salamis die Herrschaft über die Insel, bis dann im Jahr 332 v. Chr. die Könige von Zypern von Alexander dem Großen in dessen Reich eingebunden wurden. Nach Alexander kamen die antiken Griechen und errichteten mit Zypern ihr hellenistisches Ptolemäer-Reich. 58 v. Chr. gelangte die Insel unter römische Herrschaft, erst in Teilen, dann endgültig schließlich 31 v. Chr. Zypern blieb römisch und byzantinisch bis ins Jahr 1185, wurde aber zuletzt unter Kaiser Isaak Komnenos unabhängig.

Sechs Jahre später betrat der englische König Richard Löwenherz,anlässlich des Dritten Kreuzzugs die Insel, notorisch klamm bei Kasse verkaufte er sie noch im selben Jahr an den Templerorden, der sie wiederum nur ein Jahr später, 1192, nach einem nur mit Mühe niedergeschlagenen Aufstand der Zyprioten wieder zurückgab. Es scheint, niemand wollte sie haben die Insel der Götter, und dies blieb auch so weitere vierhundert Jahre, in den sie mal den Genuesern, mal den Venezianern, dann den Osmanen gehörte, die sie wiederum 1878 an Großbritannien verpachteten.

Zypern

Baal 14-12- Jahrhundert v. Chr.

Mit dem Eintritt des Osmanischen Reiches in den Ersten Weltkrieg im Jahr 1914 auf Seiten der Mittelmächte – dazu gehörten das Deutsche Reich, Österreich-Ungarn, sppäter schlossen sich das Osmanische Reich und Bulgarien dem Bündnis an – wurde die Insel von den Briten annektiert.
Sie gehörte bis zum Inkrafttreten des Vertrags von Lausanne im Jahre 1923 formal noch zur Türkei, die darin die Annexion durch Großbritannien rückwirkend seit 1914 anerkannte. 1925 wurde Zypern sogar Kronkolonie – siehe hierzu auch London.
Am 16. August 1960 wurde Zypern aufgrund des Zürcher und Londoner Abkommens zwischen Großbritannien, Griechenland und der Türkei unabhängig, ist aber heute geteilt in einen griechischen und einen türkischen Teil.

Es war das Kupfer, welches in vorantiker Zeit Begehrlichkeiten weckte; der lateinische Name „cuprum“ für Kupfer ist abgeleitet von „aes cyprium“ ‚zyprisches Erz‘. Aber auch Ton, der an Zyperns Stränden bis heute abgebaut wird, war neben Marmor und Pyrit, Gips und Salz ein wertvolles Handelsgut.
Aber sicher waren die Lage der Insel und deren alte Hochkulturen, die sich hier trafen, Ausgang der zahlreichen Eroberungen, die nicht nur Reichtum, sondern auch die Vorteile der Kulturen zu nutzen wussten.

Heute sind diese Schätze eher unbedeutend, bis auf die Lage und die politische Situation, die erlaubte, dass sich hier auf Zypern einer der bedeutendsten Finanzmarktplätze hat ausbilden können, der als Zufluchtsort für Steuerflüchtlinge aus Europa und Russland es zu Ruhm und einigen auf der Insel zu ordentlichen Reichtum hat bringen lassen. Er hat mittlerweile ein Volumen vom Achtfachen des Bruttoinlandprodukts, das ist Spitze in der EU (3,5-fache).

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