Golfreisen: Tunesien

Das Erbe der Phönizier.

TunesienTunesien - KarthagoAmtlich wird Tunesien als Tunesische Republik geführt, also ist Tunesien auch eine Republik. Das Land galt als „Leuchtturm“ der Arabischen Welt, mit einer modernen Verfassung und vielen Freiheiten. Aber der Verfassung folgten nicht die exekutiven Institutionen und Instanzen, so dass viele Rechte wie etwa Erbrecht, Gleichberechtigung usw. dem Geist der tunesischen Verfassung diametral entgegenstehen und sich in zahlreichen Konflikten, sozialer, politischer wie religiöser Art heute widerspiegeln.

Kulturell ist Tunesien eines der reichsten und interessantesten Länder am Mittelmehr. Wer kennt sie nicht, die Punischen Kriege, aus dem Latein- oder Geschichtsunterricht? Die drei großen Kriege der Antike (264 bis 146 v. Chr.) zwischen der See- und Handelsmacht Karthago und dem jungen Römischen Reich, das siegreich daraus hervorging, und die vor allem der griechische Geschichtsschreiber Plutarch uns so unanchahmlich beschrieben hinterlassen hat.

Die Punier, so nannten sie die Römer, trugen diesen Namen, gleichwohl sie Phönizier waren, überwiegend geflohen aus der Gegend des heutigen Libanon, aus den damals so reichen Handelsstädten Byblos, Tyros, Sidon, den eigentlichen Erfindern des Seehandels auf dem Mittelmehr. Rom war damals eine Kultur von Landratten dagegen und die Punischen Kriege sind im Kern Ausdruck von der konfliktreichen Begegnung zwischen Land- und Seehandel.

Tunesien - Zitouna MoscheBevor Tunesien zur größten Macht im westlichen Mittelmeer mit dem Zentrum Karthago wurde, weisen erste Spuren von nomadisch lebenden Jägern und Sammlern aus der Altsteinzeit, die in der 20 km östlich von Gafsa gelegenen Oase El Guettar gefunden wurden, auf eine frühe Besiedlung hin. Wie die zu Beginn der geschichtlichen Aufzeichnungen belegte Gründung von Handelsniederlassungen durch Siedler aus dem östlichen Mittelmeer, der Gegend des heutigen Libanon dokumentieren und durch Legenden bestätigt wird,  war die erste dieser Niederlassungen Utica im Jahr 1101 v. Chr.

Im Jahr 814 v. Chr. gründeten aus Tyros kommende phönizische Siedler die Stadt Karthago und nach der Legende war es die Königin Élyssa, die Schwester des Königs von Tyr, Pygmalion, welche die Stadt gründete. Karthagos Macht und Einfluss wurden teils durch Kolonisierung, größtenteils jedoch durch Handelsniederlassungen und Verträge erreicht, also durch ein fein gesponnenes Netz an Handelsbeziehungen, die Karthago und dessen Mutterland zu einigem Wohlstand brachte. Am Ende des Dritten Punischen Krieges (149–146 v. Chr.) wurde die Stadt Karthago drei Jahre belagert und zerstört.
Das Gebiet des heutigen Tunesien wurde Teil der römischen Provinz Africa mit  Utica, dem heutigen Tunis als Hauptstadt. Im Jahr 44 v. Chr. beschloss Caesar, eine Colonia in Karthago zu gründen, was jedoch von Augustus erst mehrere Jahrzehnte später verwirklicht wurde, und im Jahr 14 wurde Karthago Hauptstadt von Africa.

439 eroberten die die aus Germanien kommenden Vandalen und Alanen Karthago und errichteten ein Königreich, das ein Jahrhundert lang andauerte. Dann kamen die Osmanen und zuletzt die Franzosen, zwischenzeitlich im 15. Jahrhundert zahlreiche Mauren und Juden, als der Stern Al-Andalus zu sinken begann – zu Andalusien finden Sie mehr hier.

Tunesien - Karthago

Tunesien - GhorfaTunesien - SbeitlaKarthago, das hat die Geschichte scheinbar vergessen, war durch die Ankunft von Siedlern, Händlern und Soldaten vor 439 überwiegend christlich. Bekanntheit erlangte Karthago in dieser religiös-kulturellen Hinsicht Bedeutung, weil hier der einflussreiche christliche Apologet Tertullian lebte und wirkte, so dass Nordafrika sich in dieser Zeit zu einem von mehreren Zentren des jungen Christentums entwickelte.

Die vormals heidnische Bevölkerung widersetzte sich zunächst dem neuen religiösen Kult, später wurde die Christianisierung auch mit Gewalt durchgesetzt. Ab 400 durchdrang das Christentum durch die Aktivitäten von Augustinus von Hippo und seiner Bischöfe sämtliche Gesellschaftsschichten, wovon  zahlreiche Ruinen von Bauwerken wie die Basilika von Karthago oder die zahlreichen Kirchen, die auf heidnischen Tempeln, wie etwa in Sufetula, erbaut wurden, zeugen.

Der sog. Donatismus, benannt nach Donatus von Karthago, von 315 bis 355 Primas der Donatisten, war eine nordafrikanische Abspaltung von der westlichen christlichen Kirche im 4. und 5. Jahrhundert, die eine eigene Ekklesiologie entwickelt hatte. Sie blieb beschränkt auf das nordwestliche Afrika.

Es war Kaiser Justinian I., der aus  Karthago eine Diözese und im Jahr 590 das Exarchat von Karthago machte, das gegenüber der kaiserlichen Zentralmacht hohe zivile und militärische Autonomie besaß.Die Zentralmacht des oströmischen Reiches ging von Byzanz aus und dehnte sich über Karthago und Ravenna als Exarchate, als Vizekönigtümer fast über das gesamte Mittelmer aus. Die byzantinischen Statthalter, die der oströmische Kaiser Maurikios (582–602) eingesetzt hatte, und die das Christentum zur Staatsreligion erheben sollten, wurden dann zu Erfüllungsgehilfen der Zentralgewalt, denen vor allem Heiden, Juden und Häretiker durch systematische Verfolgung zum Opfer fielen.

TunesienHeute ist der Islam in Tunesien Staatsreligion; 98 % der Bevölkerung bekennen sich zu diesem Glauben. 85 % der tunesischen Muslime gehören dem malikitischen Madhhab der sunnitischen Glaubensrichtung des Islam an.Von einst 300.000 Christen leben heute weniger als 30.000 in Tunesien und für ausländische Touristen empfiehl das deutsche Auswärtige Amt größte Vorsicht.
Es schreibt auf seiner Webseite: In Tunesien besteht weiterhin ein erhöhtes Risiko terroristischer Anschläge. In der Vergangenheit wurden zum Teil schwere terroristische Anschläge verübt, bei denen auch ausländische Reisende unter den Opfern waren, wie im März 2015 vor dem Bardo-Museum in Tunis und im Juni 2015 auf ein Strandhotel in Sousse. Zuletzt erfolgten Ende Oktober 2018 und Ende Juni 2019 Bombenanschläge in der Innenstadt von Tunis.

Die tunesischen Sicherheitskräfte verstärken ihre Präsenz saisonbedingt in den Touristengebieten. Das tunesische Innenministerium hat die Beamten der Touristenpolizei erheblich aufgestockt sowie mobile Sicherheitsposten eingerichtet, die in den Sommermonaten an touristischen Anlaufpunkten, Stränden und öffentlichen Plätzen im Einsatz sind. In den Gebirgsregionen nahe der algerischen Grenze im Bereich von El Aioun bis Kasserine, besonderes in den Bergen des Jebel Chaambi, Jebel Selloum und Jebel Mrhila in der Provinz Kasserine sind bewaffnete Auseinandersetzungen mit dort operierenden Terrorgruppen möglich; alles in Allem keine beruhigenden Nachrichten.



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