…an den Ursprung der Figur.
Die Motive von Armin Baumgarten: Figur, Kopf und Berg haben schon seit Langem eine Erweiterung gefordert; und auch bekommen.
Wir sehen eine Figur, eine Gestalt, die wir leicht mit einer Frauengestalt assoziieren können, und die in einer bestimmten Haltung eine sitzenden, auf ihren Unterschenkeln sitzende Figur vorstellt.
Baumgarten platziert die Sitzende gerne in eine, fast mystisch wirkenden Landschaft, vor Gebäude, in Räumen.Das Motiv der sitzenden Figur, Frauenfigus speziell, ist ein uraltes Kunstmotiv. Es existiert in allen Formen, abstrakt, figurativ, in Marmor, Stein, Bronze und alle nur erdenkbaren Materialien.
Mit seinen neuen Arbeiten zu diesem Motiv reiht sich Armin Baumgarten ein in eine kunstgeschichtlich bedeutsame Epoche, die man eigentlich als eine Meta-Epoche bestimmen muss. Ihre metaphysische Bedeutung erhält sie bei Baumgarten, indem er auf Nacktheit mit erotischen Anklängen verzichtet. Die Figur zeigt lediglich eine sitzende Frau, der Körper und Blick starr und frontal ins unendlich Weite ausgerichtet sind. Sie sitzt auf einem Block ohne Rückenlehne. Sie ist als ein Torso konzipiert, dem beide Arme fehlen. Die Beine sind eng geschlossen, die Füße liegen dicht beieinander. Die Skulptur besitzt weder Inschriften noch andere Attribute, die Hinweise auf Identität, Herkunft oder Stellung der Frau geben können.
Das Gesicht zeigt derbe und eher schlicht gehaltene Züge und wirkt trotzdem mädchenhaft je nach Stellung des Betrachters. Die großen, leicht schräg gestellten und grob eingeritzten Augen stehen weit auseinander, was ihr ein leicht fernöstliches Aussehen verleiht. Die Nase ist breit, der Mund langgezogen und schmallippig, dass man sich schwertut bei der Bestimmung ihres Geschlechts aus der Kopf-Partie. Umrahmt wird das Gesicht von einer voluminösen Haarpracht, eher einer Lockenpracht, wie man sie aus Afrika kennt. Der Eindruck eines insgesamt disproportional erscheinende Körpers kommt von der kräftig modellierten Schulterpartie und einer eher schlank wirkenden Taillenpartie, die einem brustlosen Oberkörper doch weibliche Züge verleiht.








