Madrid – Die Museen

Madrid - Prado

Die Museumslandschaft in Madrid, Spaniens alter Hauptstadt, ist herausragend. Dabei stechen sechs Häuser besonders hervor. An der Spitze steht sicherlich der Prado, zweifelsohne eins der besten Museen in Europa und zu den wichtigsten Attraktionen Stadt gehörend.
An der herrlichen Promende Paseo del Prado gelegen, finden Sie hier nach einem entspannten Spaziergang unter schattigen  Bäumen eine der größten und wertvollsten Kunstsammlungen der Welt. Kunst aus fast fünf Jahrhunderten, die aus den spanischen Königspalästen stammt und dort lange vor der Öffentlichkeit verborgen lag, ist nun sogar mit freiem Eintritt sonntags zu besuchen.
Ein besonderes Highlight im Prado: die Pinturas negras (Schwarze Bilder) von Francisco José de Goya y Lucientes (* 30. März 1746 in Fuendetodos, Aragón, Spanien; † 16. April 1828 in Bordeaux) im Untergeschoss. Ecce homo.

In umfangreichen Sammlungen, angefangen von den spanischen Meistern Goya mit u.a. den Werken: Die Erschießung der Aufständischen und Die nackte Maja, Velázquez, u.a. mit dem Werk: Las Meninas sowie Francisco de Zurbarán, finden Sie hier auch eine Fülle von Werken der großen flämischen und niederländischen Maler wie Rembrandt van Rijn, Rubens, Brueghel der Ältere, vor allem dessen Tafelbild: Der Triumpf des Todes und einige Werke von Van Dyck.

Goya: Man Mocked by Two Women PD-Art

Werke von El Greco, Raffael, Tizian u.a. mit seinem Werk: Sisyphus, Tintoretto (Jacopo Robusti), unter dessen 49 Gemälden – sowie 13 Zeichnungen und drei Skulpturen – ragen Meisterwerke wie „Die Fußwaschung“ (1548-9), „Susanna und die Alten“ (1555-6), „Venus, Vulkan und Mars“ (1545) oder „Das letzte Abendmahl“ (1547) hervor.

Tintoretto, so schrieb 1568 Giorgio Vasari über den Venezianer, sei das außergewöhnlichste Genie, das die Malerei jemals hervorgebracht habe; eine Ahnung davon bekommt man durch die beiden Selbstportraits, das eine zeigt einen jungen Mann von etwa 27 Jahren, das andere diesen Mann 40 Jahre später; Portraits von außergewöhnlicher Persönlichkeit am Beginn der sog. europäischen Neuzeit.

Werke von Veronese und Tiepolo und vielen anderen Meistern variieren die Themen: Königliche Porträts, höfisches Leben, religiöse Kunst, Landschaften, Kriegsschauplätze etc. aber auch freie Arbeiten, die nicht im Auftrag damaliger Herrscher oder Adelsfamilien entstanden sind.

Der Prado gehört mit diesen Sammlungen, wozu auch noch antike Skulpturen im Untergeschoss gehören, neben dem Louvre in Paris und dem Rijksmuseum in Amsterdam zu den beliebtesten Kunstsammlungen für Alte Meister in Europa und wird jedes Jahr von mehr als 2 Millionen Menschen besucht.

Sie werden an einem Tag kaum die gesamte Sammlung studieren können; mit über 8.000 Exponaten einfach eine zu größe Sammlung, außer für einen Überblick an einem einzigen Tag mag es reichen. Es ist daher ratsam, sich viel Zeit zu lassen für den Rundgang, am besten eine Vorauswahl zu treffen und wieder zu kommen.
Sicher aber ist, der Prado beeindruckt und nicht nur jene, die vor einem Besuch des Museums sich schon für die Kunst Alter Meister interessiert haben.

Goya - Prado - Madrid

Goya: El Aquelarre PD-Art

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