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Golf- und Land-Club Köln

Ruhige, grüne Oase mitten im Wald.

Golf- und Land-Club Köln, Köln, Deutschland

Einer der ältesten und renommiertesten Golfclubs in Deutschland.

Was einigermaßen überraschend auffällt, ist die Tatsache, dass man über diesen Golfclub vor den Toren der rheinischen Großstadt wenig weiß. Einem der ältesten und renommiertesten Golfclubs in Deutschland, so die eigene Webseite, würde man doch ein wenig mehr Öffentlichkeit zutrauen, ja auch erwarten dürfen, als dies der Fall zu sein scheint.

Es scheint aber eher genau das Gegenteil der Fall zu sein; Diskretion, aparte Lage mitten im Wald, ein schmiedeeisernes Tor mit Logo, das sich von Geisterhand dem zufahrenden PKW langsam, würdig, ohne Quietschtöne öffnet, senken die ersten sinnlichen Wahrnehmungen tief ins Unbewußte des unkundigen Gastes. Unwilkürlich denkt man an den bekannten Satz, die Handlungsmaxime aller Marketingmanager weltweit: You never get a secon chance for a first impression.

Die nächsten Impressionen wirken dann eher wieder irdischer; ein Parkplatz, ein Gebäude, weiß, wie eine Villa aus den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Man biegt um die erste Ecke und sieht den Shop und dann, rechts, die Rückseite der „Villa“, das Clubhaus, mit herrlicher Terrasse an einem kleinen Waldsee, auf dem Graugänse sich ausgelassen vergnügen. Großzügige Innenräume, Bar und Restaurant, bequeme Terassenmöblierung – alles da wäre noch im Bereich des gehobenen Club-Interieurs.

Aber gehen Sie mal auf einen Abschlag. Egal welchen. Die Abschläge im GLC Köln sind in einer Verfassung wie sonst nur jene in Geogia vor Beginn der US Masters im Augusta National Golf Club. In Köln gilt das ganzjährig, was man von Augasta nicht sagen kann.

Die Fairways sind nicht minder gepflegt, geradezu in hervorragendem Zustand, ganzjährig, was vielleicht auch damit zusammenhängt, dass der Club nur 850 Mitglieder zählt und damit zu einem der exklusivsten Privatclubs in Deutschland zählt. Dem Zustand eines Traums kommen die einzelnen Spielbahnen sehr nahe, nicht nur wegen des Pflegezustandes der Fairways, Grüns und Bunker, sondern und vor allem wegen des uralten Baubestandes.

Viele der Bäume waren schon da, als a.D. 1906 der Club gegründet und von Oskar Bernhard Limburger von Hoffmann, später umbenannt in Bernhard von Limburger, zu seiner Zeit der vielleicht einflussreichste Golfplatz-Architekt in Europa, gestaltet wurde. Unverkennbar das Spiel mit Baumbepflanzungen, die auf vielen Spielbahnen direkt ins Spiel eingreifen.

Golf- und Land-Club Köln, Köln, DeutschlandPlätze aus der Hand von Bernhard von Limburger gelten als anspruchsvoll. Aber was hier in Köln sich über mehr als einhundert Jahre entwickelt hat, fasziniert jede Golfspielerin, jeden Golfspieler.

Das ist das Spiel des Lichts auf den Fairways, je nach Tageszeit, je nach Jahreszeit. Zwischen 12.00h mittags und 19.00h abends spielt man in Köln locker sieben verschiedene Golfplätze. Licht, Feuchtigkeit und die uralten, riesigen Eichen, Buchen und Nadelhölzer spielen ein einmaliges Farb- und Schattenspiel miteinander.

Es genügt schon, sich einfach einmal umzudrehen und die gerade gespielte Bahn erscheint einem so, als hätte man soeben eine andere gespielt.

Wald und Parklandschaft vereint der Platz in schöner Synthese, aber allzu ruhig und selbstgewiss sollte man hier nicht sein. Denn Bunker und Doglegs sind, neben den Baumriesen und dem darunter sich befindenden Unterholz, gnadenlose Ball- und Scorefresser. Die 13, ein mächtiges Par 4, hat zwei Bunker vor dem Grün, die einen schier verzweifeln lassen. Die 12 hat Wasser, das aber niemanden groß stören muss, dafür ist die 18, ein Par 5, verdammt eng. Wer generell Schwierigkeiten hat, seinen Ball an den strategisch günstigen Punkten zu platzieren, wird die unangenehmen Seiten dieses über sechstausend Meter langen Platzes kennenlernen.

Golf- und Land-Club Köln, Köln, DeutschlandA propos kennenlernen; so diskret der Club auch nach außen hin auftritt, dass man meinen könnte, hier hat sich der viel zitierte Kölsche Klüngel jantz privvaat in den Wald zurückgezogen und möchte nicht gestört werden, so überraschend freundlich wird der Gast empfangen.
Keinerlei Privatclub-Attitude, weder von den Mitgliedern, noch von den Mitarbeitern ist – prima vista – zu spüren.
Der Service auf der Terrasse ist wohltuend am Gast orientiert, die Karte ist exzellent, das Sekretariat sehr freundlich.
Übungsgrüns und Driving Range sind in sehr gutem Zustand und für alle Anforderungen ausgelegt; vielleicht die kleine Trainingseinheit für Bunkerspiel mag irgendwann mal einen großen Bruder bekommen.

 

 

 

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