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Estoril – Sintra – Cascais

Mondän und geschichtsträchtig.

Cascais, Portugal

Casino Royal für Golfer.

Hotel Palacio Estoril, PortugalEstoril ist gerade einmal 20 Autominuten von Lissabon entfernt. Es ist ein mondänes Küstenstädtchen mit einem berühmten Casino, das 1953 Titel und Kulisse für den ersten der berühmten Romane von Ian Fleming und seinen Geheimdienstmann mit der Lizenz zum Töten abgab: My name is Bond, James Bond.

In Estoril wohnen die Reichen, die Stars und Golfer machen hier Urlaub. Und das hat durchaus einige recht vernünftige Gründe; aber von Beginn an.

Während des Zweiten Weltkrieg war Portugal als neutrales Land bestens geeignet als Umschlagsplatz für Flüchtlinge, Agenten und Informationen. Spionage und Gegenspionage waren wie zu besten Zeiten Wiens an der Tagesordnung. Fleming war hier in den 40er-Jahren als Verbindungsoffizier zum US-Marinegeheimdienst eingesetzt, verbrachte viele seiner Abende im Casino Estoril, dem damals größten Casino Europas, spielte, glaubt man den Zeitungsberichten aus damaliger Zeit, nicht selten Karten mit deutschen Agenten.

Ein ebenso beliebter wie heute durch Fleming berühmter Agententreffpunkt war damals die Bar Famous im Hotel Palacio Estoril, die in Flemings Roman Im Geheimdienst Ihrer Majestät eine nicht unwichtige Rolle spielte.
Gehen wir also ruhig mal davon aus, dass die Erlebnisse aus dem Casino und aus der Hotelbar Grundlage für mindestens zwei von Flemings Bond-Abenteuern waren und den guten Ruf unter Golfern fundiert.

Foto (AP)

Foto (AP)

Denn auch das Spiel mit dem kleinen weißen Ball kam in einigen der Geheimdienst-Thriller zu größerer Bekanntheit, vor allem aber in Goldfinger mit dem unvergesslichen Schurken und Bösewicht Gert Fröbe. James Bond spielte in den Filmen gerne eine Runde Golf, Szenen auf Golfplätzen gibt es Dutzende und auch Ian Fleming selbst soll dem Spiel verfallen gewesen sein. Und das liegt bestimmt auch daran, dass die Gegend um Estoril einige hervorragende Golfplätze, Spitzenhotels und die geschichtsträchtigen Kleistädte Sintra und Cascais – und natürlich die Nähe zu Lissabon – zu bieten hat.

Hotel Quinta Da Marinha, PortugalUnter all den vielen Top-Locations ist sicherlich das Resort Quinta da Marinha heraus zu heben und ein schönes Beispiel  für hochklassige Hotellerie. Es besteht aus zwei 5-Sterne-Hotels, das Quinta da Marinha und das Onyria Marinha Edition Hotel. Das Resort bietet zugleich einen von Robert Trent Jones Sr. direkt bei den Hotels angelegten 18-Loch-Golfplatz.

Der Oitavos Dunes Club lgrenzt an den Strand von Guincho. Trent Jones Sr. hat hier auf flachem, vorwiegend mit Pinien bewachsenem Gelände einen der besten portugiesischen Golfplätze realisiert und mit dem Signature Hole, der 13, einem Par 4, das in Richtung Meer verläuft, eines der spektakulärsten Löcher der gesamten Gegend.

Hotel Quinta, Portugal Wer First-Class-Golfurlaub in Portugal sucht, wird an diesem Resort kaum vorbeikommen. Das Onyria Marinha Edition Hotel hat in seiner Geschichte schon mehrere Designpreise gewonnen und wartet mit ausgezeichneten, wirklich  exquisiten Restaurants auf. Spa,

Thalasso und Golf erlauben einen ausgewogenen Aktivurlaub, in dem Lissabon dann das faszinierende kulturelle und urbane Begleitprogramm liefert.

Der Pestana Beloura Golf Club ist einer der jüngsten Plätze zwischen Estoril und Lissabon. Ein wenig skuril muss wohl die Planungsphase gewesen sein, liegt die Anlage doch heute mitten in einem Wohngebiet, so dass man auf den Weg zu einigen Abschlägen immer wieder durch die Siedlung geführt wird. Weniger ratsam ist es, an Tagen, an denen die unweit entfernt liegende Rennstrecke bewirtschaftet wird, hier Golf zu spielen. Eine nervende Geräuschkulisse von permanentem Motorenlärm ist dann Ihre stete Begleiterin.

Man sieht sie nicht schnell auf dem Weg von Lissabon Richtung Setúbal. Aber dann, dort oben auf einem Felsen thront stolz die Pousada de Palmela, ein altes Kloster, das heute ein Hotel beherbergt. Ein sehr schönes Hotel, ein Hotel mit Atmosphäre, geräumigen Zimmern, hervorragender Küche und einem zauberhaften Innenhof, den man an den lauen Sommerabenden zur ausgiebigen Weinprobe gerne aufsucht.

Pousada de Palmela, PortugalDer Blick schweift dann weit über das grüne, leicht hügelige Land, über traditionsreiche, alte Weingüter  wie das von José Maria da Fonseca in Azeitão zum Beispiel, dessen Weine mittlerweile weltweit legendär sind.

Wer hier ein paar Tage bleibt, besucht mit Sicherheit den Golfclub Quinta do Peru, der ganz in der Nähe liegt und eine echte Herausforderung für ambitionierte Golferinnen und Golfer ist.

Das liegt daran, dass der Platz stak bewaldet ist und einige schwierige Par 4 Löcher aufweist, neben den böse platzierten Bunkern und Doglegs.

Bestens gepflegt sind die Fairways und ein Besuch im Clubhaus, das auf einer kleinen Anhöhe liegt und über eine ganz ausgezeichnet Küche verfügt, ist auf jeden Fall angeraten.

Sintra, Portugal

Sintra. Weltkulturerbe – portugiesisches Disneyland.

Sintra, PortugalMan sieht es schon von weitem, hoch oben liegend und man ist schwer beeindruckt. Das gibt sich leider, kommt man näher und sieht die Massen an Besucher und Pferdekutschen vor den Toren der Stadt.

Stadt und vorgelagerte Landschaft, die Serra de Sintra, bergen Spuren aus der Jungsteinzeit, der Zeit der Römer und der verschiedenen arabischen Besetzungen, die in Ausgrabungen oder Museen sehr gut aufbereitet sind für Interessierte.

Nach den christlichen Eroberungen und den gleich folgenden arabischen Rückeroberungen seit dem 8. Jh. beruhigte sich die Geschichte Sintras mit der Herrschaft von D. Afonso Henriques, dem ersten König von Portugal, und zwischen dem 12. und dem 13. Jh. entstanden im Kreis Sintra eine ganze  Reihe von Klöstern, die zum Teil heute noch zu besichtigen sind bzw. zu Hotels oder Pousdas umgebaut wurden.

Ab dem 16. Jahrhundert nahm die Beliebtheit Sintras bei den Oberschichten, vor allem aus Lissabon zu. Einige recht beeindruckende Herrenhäuser wurden errichtet, Sitze von Adeligen und kirchlichen Königstreuen.

Das Erdbeben von 1755 n. Chr., das Lissabon schwer zerstörte, ließ auch Sintra nicht unbeschädigt. Man baute es wieder auf und ab dem 19.Jh. zog es zahlreiche Großbürger, internationale Künstler und Industrielle hierher.
Schriftsteller wie Lord Byron, Eça de Queiroz oder Hans Christian Andersen haben ihre Begeisterung für Landschaft, Klima und Architektur Sintras literarisch für die Nachwelt festgehalten.

Cascais – Treffpunkt der Reichen und Schönen

Cascais, PortugalCascais, PortugalAn einer sandigen Atlantikbucht gelegen, eine halbe Autostunde westlich von Lissabon, face-to-face mit Estoril, hat sich der kleine Küstenort zu einem Treffpunkt der portugiesischen Oberschicht entwickelt.

Seit 1870 n.Chr. die königliche Familie regelmäßig den Sommer in Cascais verbrachte, der Adel, Königstreue, Patrioten, gehobene Bürgerschichten und die ganze Schaar an Maitressen, Hofschranzen und Willfährigen hinterherzogen, hat Cascais den Ruf einer portugiesischen Côte d’Azur entwickelt, wozu der heute Yachthafen mit über 600 Liegeplätzen gewiss einiges noch dazu beiträgt.

Sehenswert bis spektakulär sind der Leuchtturm Farol de Guia, der am westlichen Stadtrand von Cascais an der N247 – Avenida Nossa Senhora do Cabo – liegt, sowie die dortige Steilküste am Atlantik, die einen beeindruckenden Anblick bietet, besonders in den späten Nachmittagsstunden, wenn die Sonne hier langsam im Atlantik untergeht.
Oder die Boca do Inferno, wie die vom Meer stark unterspülte Steilküste heißt, die etwa zwei Kilometer westlich von Cascais sich befindet und zu Fuß auf einem atemberaubenden Weg oder mit dem Stadtbus zu erreichen ist.

Diese Gegend und nur wenig später vor Sintra am westlichsten Punkt des Kontinents sahen die einstigen Eroberer ein letztes Mal für viele Monate heimatliches Land, wenn sie die Segel gen Westen Richtung Amerika setzten.

Vielleicht ist es aber dieses Gefühl von Abendteuer, das viele Segler hier her zieht, die Nähe zu Lissabon und allein 9 Golfplätze in der näheren Umgebung von Cascais, nicht alle davon – leider – empfehlenswert. Geschichtsträchig, enorm abwechslungsreich bis spektakulär ist diese Gegend um Estoril herum allemal. Und wer ein wenig mehr Zeit hat, sollte auf keinen Fall auf die Entdeckung der Atlantikküste südlich von Lissabon verzichten.


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