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Royal Golf Club des Fagnes

Eine Insel in der Wallonie

Königliches Golfvergnügen in der nord-europäischen Heilbad-Region.

Der Platz liegt unweit des Ortes Spa, aus dessen Namen im Englischen der Gattungsbegriff Spa als Synonym für „Heilbad“ gebildet worden ist. Die Anfahrt zum Clubhaus ist allein schon den Besuch wert, alte Bäume säumen den Weg, leise knirscht feiner Rollkiesel unter den Reifen, alles wirkt auf flüsterleise Geräusche reduziert.

Der Empfang im Sekretariat ist freundlich, eine Abschlagszeit schnell gebucht, obwohl man bei dem „Privat Club“ Zusatz auch anderes hätte erwarten können.
Der Platz spielt sich konditionell eher leicht, obwohl er an den Ausläufern der Ardennen liegend auch mit strammen Hügeln hätte aufwarten können. Nein, die Fairways sind so harmonisch in die Landschaft gelegt, dass Anstrengung hier allein eine mentale Angelegenheit ist. Und mentale Stärke werden Sie brauchen. Denn spielerisch ist der aus alten Bäumen bestehende Parkland-Platz durchaus anspruchsvoll und was mich am meisten begeistert hat ist die Tatsache, dass nach der Runde alle Schläger zur Reinigung in den Bottich mussten.

Die 18 Löcher sind ausgewogen und mit einem immer wieder zur rechten Zeit einsetzenden Spannungsbogen realisiert worden. Lange Drives, Doglegs, enge Passagen, die ein präzisen Spiel erfordern, aber auch entspanntere Abschnitte mit weiten Landing Areas finden Sie hier, aber Vorsicht: abschalten in den Relax Modus kann man nicht. Die Bunker und alle anderen Hindernisse tauchen immer dann gerade an den Stellen auf, wo man sie sich nicht wünscht und man ohne taktisches Geschick schnell im Trouble Modus sich befindet.

Royal Golf Club Des FagneDie 6 mit ihren knapp 110 Metern ist so ein Fall. Eine Menge Wasser vorne, zwei Bunker hinter dem Grün, da hilft nur hoch und präzise. Die 5 mit knapp 400 Metern, Par 4, bewirkt auch bei guten Golferinnen und Golfern eine tief gekräuselte Stirn, deren Grübelfalten sich aber noch vertiefen, wenn man an den Abschlag der 12, Par 4, 392 Meter, tritt. Wer hier keinen langgezogenen Draw vom Tee aus beherrscht und dann nicht auch noch einen 170 Meter Fairway-Schlag, der zudem noch schlagartig senkrecht ins Grün fallen und sofort beißen sollte, anfügen kann, der spielt das Loch besser wie ein Paar 5.

Anspruchsvoll aber nie unfair ist der Platz insgesamt. Die Driving Range ist für meine Begriffe etwas kurz geraten wie auch die Trainings-Facilities, außer das Putting Grün, etwas zu spärlich ausgeführt sind.
Dafür ist aber das Clubhaus und das Restaurant wie die große Terasse von ganz besonderer Qualität. Und  Küche und Karte halten alles, was man unter gehobenen Ansprüchen in Belgien erwarten darf, mühelos. Sehr entspannt ist auch der Service; freundlich, unaufdringlich aber durchaus abmitioniert.

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