Jerez de la Frontera

Sherry ist nicht gleich Sherry

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Spanien-Andalusien-Jerez-de-la-FronteraAn der Grenze …

das bedeutet der Namenszusatz ‚de la Frontera ‚. Das Wort Jerez kennt wohl jeder, zumindest in Europa, ist es doch zum Synonym für Sherry geworden.

Jerez ist die Heimatstadt des berühmten Likörwein, der auf Spanisch (vino) Jerez heißt. Das in anderen Sprachen geläufige Wort Sherry stammt von der alten Aussprache des Namens der Stadt Xerez (sprich: Scherez), die sich aus der arabischen Bezeichnung der Stadt, Sherish, ableitete.
Als die Engländer den Likörwein aus Jerez kennenlernten, war noch der alte Lautstand erhalten, aus dem sie das Wort „Sherry“ ableiteten, was sich bis heute erhalten hat.

Aber was der Sherry für die Menschen hier in Jerez bedeutet, kann man allein schon daran ermessen, wie viele Bodegas hier ansässig sind. Große Bodegas, weltbekannte wie etwa die Tio Pepe, natürlich auch ein Sherry-Museum usw. Aber das wichtigste, den Sherry trinkt man hier zu allen Anlässen und auf verschiedenste Art und Weise, meist mehrere Gläser, fein aufeiander abgestimmter Marken und Geschmacksrichtungen, vor, während und am Schluss eines Essens, aber auch einfach mal nachmittags..
Eine durchschnittliche Getränkekarte in einem ansässigen Restaurant zählt meist nicht weniger als dreißig Sorteneinträge, manche das Doppelte.

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Spanien-Andalusien-Jerez-de-la-FronteraSpanien-Andalusien-Jerez-de-la-FronteraDer Sherry und die ebenso hier ansässige Königlich-Andalusische Reitschule, eine Hofreitschule, an der in Form der Doma Clásica die Klassische Reitkunst praktiziert und gelehrt wird, sind die offiziellen ‚Wahrzeichen‘ der Stadt, die nur eine halbe Stunde Zugfahrt entfernt vom Meer und Cadiz landeinwärts liegt.

Inoffiziell ist Jerez eine Stadt, gebaut um eine Ansammlung an Bars, Restaurants und Bodegas. Das andalusische Lebensprinzip, temperamentvoll leben in der Öffentlichkeit, wird hier besonders treu zelebriert. Nie sind die Gassen der Altstadt leer, außer, natürlich in der Mittagshitze zur Sommerzeit. Und nie ist es hier wirklich ruhig; von irgend wo her dringt fast immer der Klang einer spanischen Gitarre an das Ohr. Und natürlich die leidenschaftlichen Cantaten des Flamenco, die man fast den ganzen Nachmittag und abends aufdem zentralen Platz der Stadt zu hören bekommt.

Eng sind die alten Gassen zum Schutz vor der südlichen Sonne. Verwinkelt, damit so viele kleine Plätze oder einfach nur Ecken mit Schatten und Platz für 8-10 Sitzplätze wie möglich Raum finden. Freundlich bis herzlich sind die Bewohner von Jerez und immer bereit, in ihren kleinen Läden den Besucher mit allen Köstlichkeiten der Region zu begrüßen; Probieren wird dort schnell zum Fest für den Gaumen.

Von Jerez aus, wie übrigens fast überall in Andalusien, gibt es hervorragende Busverbindungen in das Umland und den Zug, der Cadiz am Meer und die größeren Ort im Innland verbindet. Bus- und Bahnfahrten sind nicht nur erschwinglich, sondern auch sehr gut zeitlich getacktet. Tagestouren sind daher nie ein Problem, da mehrere Verbindungen auch abends und nachts zum Teil vorhanden sind.

Bitte lesen Sie weiter auf Seite 2: Jerez de la Frontera – Zwischen Abendland und Morgenland

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