Westkap. Kapstadt und Umgebung.

Stadt der Hoffnung und Sehnsucht.

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Kapstadt- SüdafrikaIhren Namen hat sie vom berüchtigten Kap der Guten Hoffnung, der gefürchteten Schiffspassage in den Indischen Ozean auf dem Weg zu den Gewürzen Asiens. Kapstadt mit dem Beinamen Mutterstadt Südafrikas genießt wegen seiner markanten Silhoutte, gebildet aus Tafelberg mit Signal Hill, Lion’s Head und Devil’s Peak, weltweite Bekanntheit und ist Inbegriff für Seefahrer und Aussteiger- Sehnsüchte bis heute.

The more you know about Kapstadt

desto mehr müssen Sie heute lernen, diese Stadt anders zu lieben als aus den Büchern und Geschichten der Sehnsucht. Bevor man Kapstadt betritt, sieht man die Townships. Der erste Weg in die Stadt, meistens vom Airport mit dem Taxi kommend, führt an diesen endlos langen Ansammlungen von Hütten vorbei, die man heute in geführten Touren teilweise besuchen und dabei Township-Luft schnuppern kann. Eine Luft, die verbunden mit den sichtbaren Auswirkungen himmelschreiender Ungleichheit, Alkohol- und Drogenkonsum nach wie vor Beklemmung erzeugt, über die auch die wohlfeilen Touren an die als kulturell authentisch verkauften Spots der Townships hinwegtäuschen können.

SA TownshipBeklemmend ist auch allein schon die Vorstellung, dass Horden von Touristen in die schwarzen Townships befördert werden, um dann dort ein tieferes und mitfühlendes Verständnis für das Leben der Bewohner zu erwerben. Diese Art von touristischer Verhaltenstherapie mit zweifelhaftem Setting ist so ungefähr das Letzte, was die Freizeitindustrie sich als Fortsetzung ihrer Reiseprogramme hat einfallen lassen. Sicherlich war es in der Vergangenheit für sie einfacher, die Massen im Flieger zu den Handtüchern und Liegen zu karren als heute, wo der auf Individualität schielende Gast mehr auf Urlaub mit Kick besteht. Und da nicht jeder sich am Seil in den Canyon zu stürzen vermag, bringt man ihn/sie nun mit dem Bus zu den „Wilden“.
Ach, was waren das noch Zeiten, als man sang: Get your kicks on route 66.

Für’s erste vorbei ist dann die Beklemmung, taucht am Horizont der Tafelberg mit den weißen Häusern und Villen am Hang auf. Was Sie nicht sehen, sind die von Weißen bevorzugten Stadtteile, die am Atlantik hinter dem Hausberg der Stadt liegen. Dort finden Sie auch die berühmten Strände, die Restaurants, Bistros, Bars und Discos. Ein Großteil der touristischen Sehenswürdigkeiten erreicht man heute in den Wards Good Hope, Protea und Southern Suburbs, die auch die vielleicht ältesten Stadtteile Kapstads sind. Die meisten der sogenannten Townships befinden sich im Osten Kapstadts in den Cape Flats.

Kapstadt birdviewZum Ward Good Hope gehören die bei Touristen wohl bekannten Distrikte Camps Bay, City Bowl, Clifton, Green Point, Hout Bay, Llandudno und Sea Point. Sie werden meistens als City Bowl und Atlantic Seaboard bezeichnet. Die Southern Suburbs, also südliche Stadtteile genannten Districts sind Bishopscourt, Constantia, Kenilworth, Newlands, Rondebosch und Wynberg und bilden zusammen die Ward Protea, die in östlicher Richtung vom Tafelberg aus gesehen liegt.
Die West Coast oder Ward Blaauwberg wird gebildet aus dem berühmten Bloubergstrand, aus Milnerton, Table View und Paarden Island.
Pinelands grenzt an die Innenstadtgebiete von Kapstadt und umfasst Woodstock, Mowbray, Observatory und Salt River. Besonders beliebt sind zunehmend auch die kleineren Städte im Süden der Großstadt, die den Ward Peninsula bilden. Die bekanntestesten und beliebtesten sind Fish Hoek, Kalkbay, Muizenberg, Noordhoek, Simon’s Town und Tokai, die zusammengenommen auch als Kap-Halbinsel bekannt sind.

Kapstadt- SüdafrikaGlauben Sie nicht den vollmundigen Versprechungen, die aus Kapstadt ein Szene-Dorado westlichen Ausmaßes machen möchten. Die so z. B gepriesene Waterfront, die nach dem Vorbild von San Franzisco erbaut wurde, ist daran gemessen eher eine Enttäuschung. Wenn Sie eine Waterfront besuchen wollen, die diesen Titel wirklich verdient, fahren Sie nach Hamburg, New York, Hong Kong oder Shanghai – oder eben gleich nach San Franzisco, alle in einem Atemzug mit Kapstadt genannt, aber nie und nimmer dort einzureihen. Sie ist sicherlich mit dem Tafelberg als spektakulärer Kulisse im Hintergrund, ihren Restaurants und Bars etc. immer einen Besuch wert. Aber keine Konkurrenz zu diesen Adressen.

Das nächtliche Kapstadt ist gefährlich, teilweise sehr gefährlich geworden, was um 1995 noch vollkommen anders war. In der Tat, dort wo die Mädels von Vox zu fortgeschrittener Stunde abrocken, vor allem in der Long Street, im Ward Good Hope oder in den Orten der Kap-Halbinsel, dort ist Kapstadts Night Life noch einigermaßen sicher.

Bitte lesen Sie weiter auf Seite 2: Was wäre die Sehnsucht ohne little white lies?

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