Impressionen aus Lissabon

Lissabon - Impressionen

Fernando Pessoa, eigentlich Fernando António Nogueira de Seabra Pessoa, war ein portugiesischer Dichter, Schriftsteller, Angestellter eines Handelshauses und Geisteswissenschaftler. Und ein profunder Kenner der Bar-Kultur seiner Stadt Lissabon, in der er lebte, vorwiegend nachts. Er sprach dem Alkohol stark zu, rauchte gern und starb an den Folgen einer Leberzirrhose.
So wie sein Künstler- und Schriftsteller-Kollege José Cardoso Pires, der das Nachtleben der alten Hafenstadt trefflich so beschrieb: „Die Konfiguration der Bars ist etwas sehr Persönliches, denn jeder Trinker hat seine eigene Landkarte und jede Landkarte ihre eigenen Häfen“, so durchwanderte auch Pessoa die Straßen, die Gassen und Winkel der alten Hafenstadt.

Lissabon bei Nacht zeigt nicht nur in der ehemaligen Hafengegend eine eigenwillige Landkarte nächtlicher Leidenschaften, Exzesse und den immerwährenden Fado der nächtlichen Seelen, die die alten Viertel durchstreifen, stets auf der Suche nach etwas, was aber nur in der Melancholie der verlorenen Zeit besteht.

Pessoa ging den Spuren der verlorenen Zeit unter den drei Heteronymen Alberto Caeiro, Ricardo Reis, Álvaro de Campos und dem Halb-Heteronym Bernardo Soares nach, unter denen er seine Werke hauptsächlich verfasste. Eigentlich waren seine Herteronyme, zu denen auch die Brüder Charles James und Alexander Search gehörten, lebendige Figuren seiner eigenen, suchenden Seele, mit der er seine Stadt sah und uns vorstellte.

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