Von Schulden zur Krise.


Dann kam die internationale Bankenkrise, der Interbanken-Handel brach zusammen, weil niemand mehr dem anderen auch nur ein Jota traute, zumal im besonderen Maße ein Schweizer an der Spitze der Deutschen Bank in seiner, neutral gegen jeden Menschen und Staat, also in unverantwortlicher und egozentrischer Weise den Handel mit Risiken, den Swaps in verbriefter, also börsengerechten Paketen erfunden und auf die ungeregelten, spich unkontrollierten Finanzmärkte geschmissen hatte, wo sich die Banken refinanzierten; das nannte man den Repo-Markt.
Ackermann, dieses eid- und ehrlose, aber höchst unschuldige Kindergesicht eines der größten Finanzverbrecher wäre vor dreihundert Jahren Napoleon auf die Insel Elba gefolgt; leider sitzt er heute, wenn nicht an einem schweizer See so selbstzufrieden bis Ultimo auf einem paradiesischen Eiland und leckt seine kleine, vom Undank der Welt geritzte Wunde am Gesäß; man traut ihm das körperlich kaum zu. Das What ever it takes fand seine Steigerung im To big to fail, was in direkter Nachfolgeschaft des europäischen Hochadels im Mittelalter steht. Damals baute oder besetzte der Adel Land und Schlösser, ohne sich einen Deut darum zu kümmern, wie diese, außer in Kriegen und Inzesten unproduktiven Geschlechter ihr Land, ihre Schlösser und schlossartigen Geschenke an die Lieblings-Kurtisanen erhalten wollte.
Wir sprechen deshalb von Neofeudalismus, weil die Sache dieselbe in heutigen Zeit ist; an den Bestandhaltungskosten allein nur sind der alte Adel wie der neue im politischen Gewand zugrunde gegangen. Die Maintainance-Kosten überstiegen die Einnahmen aus Raubzügen, Kriegen, Überfällen von Nachbarn und sogar der eigenen Family und natürlich auch denen rigoroser Ausbeutung von Leibeigenen durch Lehnsherren.
Der dicke Saumagen aus der Pfalz und seine klerikale Nachfolgerin, beide arbeitsscheu bis zum geht nicht mehr, haben gut vom Verbrauch des Tafelsilbers aus Wirtschaftswunderzeiten gelebt und Straßen, Brücken, Schulen, Universitäten, nationale Verteidigung, Bundeswehr, europäische Verteidigung und jegwede digitale Innovation verbraucht und verschlafen. Man war’s zufrieden mit Sparkassen und Volks- und Raifeisenbanken als nationale, als regionale Finanzwirtschaft, mit überbegabten Ingenieuren und fleißigen Malochern. Zu dem legte die EZB mit ihrer Geldpolitik säckweise Geld vor die Türe von uns Angela, die die Einnahe aus ihrem Opferstock aber nicht muste, sinnvoll und vorsorgend anzulegen.
Und man hielt es so wie er alte Adel: was kümmert uns die Maintainance, können wir doch allein schon durch die Verteilung von Steuergeschenken in unsere Klientel unsere Macht aufrechterhalten?
So wurde vieles, was eigentlich Angelegenheit der Marktwirtschaft war zu einer politisch dominierten Ökonomie, von uns als Politische Ökonomie (PÖ) mit großem P benannt. Das eingängste Zeichen dieser PÖ finden wir beim Benzinpreis. Der hat in den letzten sechzig Jahren um durchschnittlich 10% zugelegt; eine ordentliche Inflation. Aber weniger als 40% von dieser Inflation war marktwirtschaftlich, also durch die Schwankungen von Angebot und Nachfrage bestimmt. Bis auf das Jahr des Ölschocks durch die arabischen Förderländer, die den Ölpreis als ihren politischen Preis bestimmt haben (PÖ), indem sie die Menge des Öls willkürlich verknappt haben, war die Zunahme des Bezinpreises – und man könnte dies auf alle fossilen Energieträger auf dem privaten Konsummärkten übertragen – überwiegend politisch bestimmt.
Die bedienen sich schamlos am Kraftstoff und bereichern sich dadurch nicht nur, sondern befördern allesamt, über alle Parteien und Regierungen hinweg an einer gigantischen Umverteilung in Deutschland. So sind sie, die politischen Pharisäer, predigen die Soziale Marktwirtschaft und berauben gerade jene Menschen, die auf ihr Auto angewiesen sind und die Preissteigerungen nicht durch Gewinne an den Aktienmärkten mehr als kompensieren können.





