Jahresrück- und Ausblick 23/24 - Seite 6

Mit ökonomischen Absichten

Vom Liebesspiel der Mächtigen.

Köln im Jahr 1945Köln im Jahr 1945Köln im Jahr 1945Köln im Jahr 1945Köln im Jahr 1945Köln im Jahr 1945Und was treibt den Grinsemann aus der Volksrepublik, die alles ist, nur keine Republik des Volkes, ins Bett zum US-Präsidenten? Auf jeden Fall nicht dieselben Ambitionen, die einst eine junge, hübsche MundharMonikaspielerin zu ihrem Präsidenten trieb und aus dessen Sitz das Oral Office werden ließ.

Die Vorstellung, dass bald darin zwei uralte Männer sich unter der Decke gegenseitig, marktwirtschaftlich befriedigen, erscheint uns im Vergleich zum MundharMonikaspiel erheblich unappetitlicher, gleichwohl, wenn die beiden Alten zum Höhepunkt ihres Spiels kommen sollten, zum Ausgleich von Import und Export – wie trefflich dies Bild hier passt – wird sich mit Sicherheit große Erleichterung und nicht nur über die VRC und die USA ergießen.

Beide sind in der wechselseitige Reziprozität ihrer Handlungen aufeinander angewiesen, der grinsende und wackelige Alte aus China und den USA. Aber auch unsere europäischen Untoten aus der Politik werden in ihrer wenig Göttlichen Komödie die Korken krachen lassen, wenn die Haushaltsdefizite der USA und Chinas ein wenig geringer ausfallen. Dort mit über 150% des BIP, hier, niemand weiß dies genau, aber wir schätzen es auf über 300% des chinesischen Bruttoinlandsproduktes, liegen beide schwer auf der Weltwirtschaft und auf einem brüchigen Frieden zwischen den USA, Taiwan und Europa auf der einen, und die VRC auf der anderen Seite.

Gleichwohl die Haushaltsdefizite immens sind und ganz anders als jene 230% in Japan, wo aber der Staat überwiegend bei seinen eigenen Bürgernnen und Bürger verschuldet ist, geht von ihnen gleichzeitig Gefahr und erzwungene Zurückhaltung aus.
Dem Chinesen sitzt, wie immer und überall auf der Welt, mit der Immbobilienkrise gleichzeitig eine Banken- bzw. Finanzkrise im Nacken. Das war so bei der letzten weltweiten Finanzkrise, die in den USA in der Zeit entstand, als deren Präsident lustvollem MundharMonikaspiel mehr nachging, als den grandiosen Blödsinn zu beenden, der zur sogenannten Subprime Krise geführt hatte.

Ab dem Frühjahr 2007 ließ sich auf dem US-Markt für Hypothekenkredite mit geringer Bonität (Subprime) ein drastischer Anstieg von Zahlungsausfällen beobachten, der in der Folgezeit zu erheblichen Neubewertungen von Krediten, Auflösungen von Kreditportefeuilles, Notfinanzierungen von Spezialinstituten bis hin zum Zusammenbruch von Finanzinstituten führte. Da die Refinanzierung der US-Hypothekenkredite auf den internationalen Fi­nanzmärkten in Form von Kreditverbriefungen (sog. Defalt Swaps) stattfand, erreichte die Subprime-Krise ab Mitte 2007 auch die

Finanzmärkte anderer Industrieländer und löste in der Folgezeit eine weltweite Finanz- und Konjunkturkrise aus. Nun droht aus der VRC zwar keine Neuauflage einer weltweiten Finanzkrise, aber eine veritable Konjunkturkrise, in der zahllose Staaten auf der Welt, eigeschlossen fast ganz Europa sich bereits befinden.

Joe und Xi müssen beide stark daran iteressiert sein, das das nicht soweit kommt, dass ihre Haushalte auseinander brechen und die USA in eine Phase überhitzter Konjunktur geraten. Notorisch am Binnenmarkt geklebt wie die Last Generation auf Berlins Straßen, findet die US-Industrie schon seit langer Zeit außerhal ihrer Grenzen nicht genug Abnehmer für ihre Waren. Und auch die Blühte des Silicon Valley verwelkt so langsam; ach, was hat sich der NASDAQ in ’23 herumgequält und musste das Attribut „Highflyer“ fürs Jahr an den verschlafenen und vertrottelten DAX abgeben.

Joe hat in die Finger gespukt und baut, was das Zeug hält, an der noch maroderen Infrastruktur in den Weiten des Westens als in Good Old Germany, wo allein noch Reste des alten Glanzes einer stolzen Exportnation „good“ sind. Wir hätten viel mehr gebraucht als 60 Mrd. Euro, um die Infrastruktur, die Schulen, die digitale und die Transformation von fossilen zu erneuerbaren Energieträgern zu finanzieren; weit mehr als 1 Billion Euro hätten es schon sein dürfen; aber das kommt noch, garantiert.

Köln im Jahr 1945Und so sitzen sie alle in einem Boot, der Chinese, der Amerikaner und der Deutsch nebst der keinen Italienerin und dem Spitzbuben aus der Grand Nation und die Fluten der Schulden tragen es auf den biblischen Ararat.
Der neue Aarat erhebt sich aus den Kosten, die in den Haushalten sich anfüllen, die Total Cost of Ownership aus jahrelangen, in guter neofeudaler Manier getriebenen Politik Misere. Da haben sich Schulden angesammelt, die nicht einmal mit der modischen Modern Money Theory (MMT) zu bewältigen sind. Sie meint, Staaten können nicht Pleite gehen, aber was Staaten durchaus können und aus Schulden-Antagonismen politische, kulturelle und militärische werden lassen, sehen wir bereits allenthalben.

Bitte lesen Sie weiter auf Seite 7: Joe baut, Xi zittert und Olli rennt planlos rum.

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