Golfreisen: Zürich

Lebensqualität auf Top-Niveau.

Schweiz - Zürich - Utliberg

Zürich bietet Golferinnen und Golfern mit dreizehn Golfclubs eine hervorragende Infrastruktur. Und die Nähe zu einer Stadt, die seit Jahren neben Genf als eine der Städte mit der höchsten Lebensqualität – allerdings auch mit den höchsten Lebenshaltungskosten – weltweit gelistet wird, tut ein Übriges.
Zürich, mit knapp 500.000 Einwohnern die größte Stadt der Schweiz, ist zugleich eine Stadt, eine politische Gemeinde sowie der Hauptort des gleichnamigen Kantons Zürich. Sie zählt, obwohl im Vergleich mit den anderen geringeren Einwohnerzahl zu den Weltstädten und wird in einem Atemzug mit New York City, Rio, Tokio und Rom etc. genannt.

Dass sie zusammen mit San Francisco, Sydney und Toronto auf dem Rang 1 bei der Lebensqualität geführt wird verpflichtet sie um so mehr, dieses Ranking auch bei Geringverdienern zu verbessern. So hat die Stadt u.a. Stiftungen für Wohnungen für kinderreiche Familien und Alterswohnungen gegründet und ist vorbildlich engagiert im energetischen Gebäudemanagement.

Schweiz - Zürich - Frauenmünster

Zürich ist das Wirtschaftszentrum der Schweiz. International zeichnet sich die Greater Zurich Area vor allem durch niedrige Steuersätze aus, weshalb auch einige internationale Konzerne ihren Sitz bzw. ihre Hauptverwaltung hier haben. Die Wirtschaft ist sehr stark auf den Dienstleistungssektor ausgerichtet, in dem knapp 90% der Zürcher Beschäftigten tätig sind. Im Industriesektor sind rund 10 % tätig und in der Landwirtschaft sind es heute weniger als 1 %. Die Mehrheit der Beschäftigten (56 %) waren bei der letzten Erhebung Pendler aus anderen Gemeinden. Man arbeitet also in der Stadt, wohnt aber gerne außerhalb.

Ein paar Zeilen zur Geschichte der Stadt (Wikipedia). Das frühmittelalterliche, alemannische Zürich war eng verbunden mit dem Herzogtum Schwaben und zwei bedeutenden geistlichen Stiftungen der deutschen Könige, dem Großmünster und dem Fraumünster, die dem Kult um die Stadtpatrone Felix und Regula geweiht waren. Nach dem Zerfall der zentralen Gewalt im Herzogtum Schwaben und dem Aussterben der Zähringer 1218 konnte sich Zürich den Status der Reichsunmittelbarkeit sichern; 1262 wurde auch die Reichsfreiheit der Bürgerschaft ausdrücklich bestätigt.
Der Titel einer Reichsstadt bedeutete de facto die Unabhängigkeit der Stadt. De jure löste sich Zürich jedoch erst 1648 von der Oberhoheit des Kaisers des Heiligen Römischen Reiches.

Der wohl bis heute wichtigste Beitrag Zürichs zur Weltgeschichte war die Reformation von Huldrych Zwingli. Unter seiner geistigen Führung wurde seit 1519 Zürich zum reformierten Rom an der Limmat. Die Zürcher Bibel, eine der ersten deutschen Bibelübersetzungen, entstand unter Zwingli, Leo Jud und weiteren Mitarbeitern 1524 bis 1525 und wurde vom Zürcher Buchdrucker Christoph Froschauer zuerst in Teilen und später als ganze Bibel herausgegeben.

Schweiz - Zürich - Stadthaus

Die radikalreformatorisch-christliche Bewegung der Täufer entstand im zweiten Viertel des 16. Jahrhunderts in verschiedenen Teilen Europas. Wichtige Konzepte der frühen Täufer waren die Nachfolge Christi, die Kirche als Bruderschaft und die Gewaltlosigkeit. Ihr Denken und Verhalten begründeten sie ganz aus der wortgetreuen Auslegung des Neuen Testamentes (sola scriptura), was auch in ihrem Sakramentsverständnis (Gläubigentaufe, Abendmahl) zum Ausdruck kam. Hinzu kamen Forderungen nach Glaubensfreiheit, nach Trennung von Kirche und Staat, nach Gütergemeinschaft und nach Absonderung (Gemeinschaft der Gläubigen).

Es setzte bald eine heftige Verfolgung der Täufer ein, wobei zu härtesten Maßnahmen wie Vertreibung, Folterung und Ermordung gegriffen wurde. Täufer wurden ihres Besitzes beraubt, außer Landes verwiesen und in die Sklaverei verkauft. Nur wenige Landesherren gewährten den Täufern – oft nur vorübergehend – Schutz.

In Zürich nahm die Täuferbewegung ihren Ausgangspunkt ab 1523 unter Führung von Konrad Grebel, Felix Manz, Jörg Blaurock, Balthasar Hubmaier und weiteren Personen, die sich von Zwingli trennten und kurz darauf verfolgt und gefangen genommen wurden. Im Januar 1527 wurde Felix Manz in der Limmat ertränkt, viele Täufer flüchteten nach Schaffhausen oder ins Zürcher Oberland.

Auch Hexenverfolgungen hat die Stadt Zürich erlebt. Zwischen 1487 bis 1701 wurden in Zürich Hexenprozesse gegen 79 Personen geführt und im Hexenprozess des Jahres 1701 wurden acht Menschen aus Wasterkingen wegen angeblicher Hexerei verurteilt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Das ist ja nun glücklicherweise vorbei und heute ist Zürich eine der aufgeklärtesten Städte Europas, wobei die aufklärerischen Anteile der Reformation sicherlich einiges beigetragen haben.

Wie entspannt es in der Stadt zwischen den Kulturen, Ethnien und Religionen zugehen kann, erfährt man am besten in der sehr gut erhaltenen Altstadt links und rechts der Limmat. Der vielleicht beste Weg durch diesen historischen Teil der Stadt beginnt beim Central-Platz gegenüber dem Hauptbahnhof, führt dann zum Bellevue-Platz am See, wo die Limmat überquert wird und weiter via Münsterplatz zur Bahnhofstraße,dann via Urania zum Lindenhof und zur Peterskirche und wieder zurück zum Rathaus, von wo man über das Limmatquai wieder zum See oder zurück zum Bahnhof gelangen kann.

In der rechtsseitigen Altstadt sind das alte Rathaus im Renaissance-Stil, das romanische Großmünster, Ausgangspunkt der Reformation unter Zwingli, sowie die Zunfthäuser entlang des Limmatquais besonders hervorzuheben. Ein Turm des Großmünsters ist zugänglich und bietet eine gute Aussicht über die Altstadt. An der Spiegelgasse 14 findet man das zeitweilige Domizil von Lenin während seiner Züricher Zeit im Exil.
Am Zähringerplatz steht neben der Zentralbibliothek die gotische Predigerkirche mit dem Predigerchor, der allerdings von der Kirche abgetrennt und mit Zwischenböden unterteilt ist.

Schweiz - Zürich Opernhaus
Am besten erschließen sich die Sehenswürdigkeiten bei einem Bummel durch das Niederdorf und das Oberdorf. Im Niederdorf finden sich besonders viele Bierstuben, Imbissbuden und Cafés.
Die Altstadt links der Limmat bietet ebenfalls sehenswerte Gassen mit mittelalterlichen Häusern. Bemerkenswert sind die Fraumünsterkirche wegen ihrer Fenster von Marc Chagall und des ausgemalten Kreuzgangs von Paul Bodmer sowie die Peterskirche mit dem größten Turmzifferblatt Europas (Durchmesser: 8,7 Meter). Die gotische Augustinerkirche ist seit 1873 Pfarrkirche der Christkatholischen Kirche. Sehenswert ist der Lindenhof, von dem sich ein schöner Ausblick auf die Altstadt bietet. Aus neuerer Zeit stammen die städtischen Amtshäuser, die im frühen 20. Jahrhundert von Gustav Gull erbaut wurden.